Honig

Honig ist ein wertvolles Lebensmittel, er beinhaltet Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe. Durch den enthaltenen Zucker, Wasserentzug und durch zugesetzte Stoffe der Bienen wird er von den Völkern haltbar gemacht.
Die Bienen überziehen den fertigen Honig mit einer Wachsschicht, er wird verdeckelt.

Flugbienen sammeln Nektar von Blüten, schon bei der Aufnahme werden Mehrfachzucker durch Enzyme (Invertase) in Einfachzucker umgewandelt.
Die zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukte mancher Insekten werden von den Bienen ebenfalls gesammelt, dieser wird als Honigtau/ Waldhonig/ Tannenhonig bezeichnet.
Die Flüssigkeit wird im Stock entzogen, der fertige Honig hat meistens einen Wassergehalt von unter 18% und wird für die Lagerung verdeckelt. Der Honig wird zur Versorgung des Bienenvolkes vor Allem im Winter benötigt.

Honigwabe

Imkereien gehören zu den landwirtschaftlichen Betrieben und da von den Bienen ein Lebensmittel erzeugt wird sind bei der Honigernte bis zum Abfüllen einige Regeln zu beachten.
Dazu gehören zum Beispiel die Hygienecheckliste des Imkerverbands Rheinland, die Verordnung für Lebensmittelsicherheit (EU) oder die Kennzeichnungsverordnung (Bundeszentrum für Ernährung) für Honiggläser.

Nach einer Verdeckelung des Honigs wird dieser mit einem Refraktometer auf den Wassergehalt überprüft. Nicht mehr als 18% Wassergehalt darf er für die Gläser des Deutschen Imkerbundes enthalten.
Nach der Deutschen Honigverordnung (Gesetze im Internet) darf er für den Verkauf mit eigenem Etikett nicht mehr als 20% enthalten, da er sonst schneller gären könnte.

Nach Entnahme aus den Völkern werden die bienenfreien Honigwaben entdeckelt und geschleudert. Die leeren Waben werden den Völker abends (wegen der Räubereigefahr) wieder aufgesetzt, sie können von den Bienen wieder neu befüllt werden. Der Honig wird durch mehrere Siebe von Verunreinigungen befreit. Nach mehrtägigem Rühren kann er gelagert oder in Gläser abgefüllt werden.

Abfüllen in DIB-Gläser

Nach der letzten Ernte: Die leeren Waben (abends aufsetzen) werden über zurückgeschlagener Folie und einer oder mehreren Leerzargen mehrere Tage von den Bienen gesäubert, sonst entstehen Hefebakterien in den Honigresten. Danach können die Leerwaben luftig und staubgeschützt im Zargenturm eingelagert werden. Die Bienen werden nach der letzten Ernte und dem Säubern der Waben mit 5 kg Futterteig/ Sirup aufgefüttert und gegen die Varroamilbe behandelt. Danach wird das restliche Futter gegeben.

Am 16. Juli 2023 fand der Honigkurs erstmalig an der St. Angela-Schule statt. Jörg Sterling, Obmann für Honig des Imkerverbands Rheinland, referierte mit viel Fachwissen 8 Stunden über Honig. Der Kurs ist Voraussetzung für den Verkauf von DIB-Gläsern. Die Teilnehmenden erhielten ein Zertifikat.
Bitte für 2024 anmelden bei Sandra Voigt unter Angabe des Namens, der Telefonnummer und ob man bereits seit 2023 Mitglied im Imkerverein Rurtal e.V. ist.
Der Honigkurs ist Teil der Neuimkerschulung.
E-Mail: s-voigt@unitybox.de

Diese Halterung für einen Honigeimer wurde von Jörg Sterling entworfen und gebaut.

Im Abfüllbehälter befindet sich das Spitzsieb.
Literaturempfehlung (Jörg Sterling)

Produktionstechnik Honig, LWG Bayern